So berechnest du die Quote
Eine mögliche Stückquote lautet: retournierte Stückzahl geteilt durch verkaufte Stückzahl, multipliziert mit 100. Bei 17 retournierten Stück von 200 verkauften Stück ergibt das 8,5 %.
Zum Beispiel: 17 ÷ 200 × 100 = 8,5 %. Diese Rechnung bezieht sich auf Stück. Eine auf Bestellungen bezogene Quote kann anders ausfallen, weil eine Bestellung mehrere Artikel enthalten kann.
Viele Retouren bedeuten nicht immer eine hohe Quote
Kanal A hat 30 Rücksendungen bei 1.000 Verkäufen, Kanal B 12 bei 200. A hat mehr Rücksendungen, B mit 6 % aber die höhere Quote. A liegt bei 3 %. Beide Zahlen sind wichtig: die absolute Menge für den Arbeitsaufwand und die Quote für den Vergleich.
Vergleiche nur gleich definierte Bezugsgrößen. Werden in einem Kanal Artikelstücke und im anderen Bestellungen gezählt, führt die Gegenüberstellung in die Irre.
Verkauf und Rücksendung liegen oft in verschiedenen Monaten
Eine Bestellung aus September kann erst im Oktober zurückkommen. Teilt man Oktober-Retouren durch Oktober-Verkäufe, erhält man eine Periodenkennzahl, aber nicht zwingend die endgültige Quote der Oktober-Verkäufe.
Für eine verkaufsbezogene Quote müssen Retouren den ursprünglichen Verkäufen zugeordnet werden. Frische Verkaufszeiträume sind noch unvollständig, weil Rücksendungen später eintreffen können.
Vom Signal zur Ursache
Sieh dir nach der Quote die betroffenen Artikel, Varianten und erfassten Gründe an. Wenn sieben der 17 Retouren denselben Grund nennen, lohnt ein Blick auf Beschreibung, Größe oder Qualität. Das ist ein Hinweis – noch kein Beweis für die Ursache.
Eine Retourenquote zeigt auch nicht automatisch die Kosten der Rücksendung. Dafür brauchst du zusätzlich etwa Erstattung, Rückversand, Wiedereinlagerung und gegebenenfalls Wertverlust.
Wie belastbar ist der Vergleich?
Bei kleinen Mengen verändert schon eine einzelne Rücksendung die Quote deutlich: Eine von zehn verkauften Einheiten entspricht 10 %, zwei entsprechen 20 %. Bevor du eine Variante aus dem Sortiment nimmst, betrachte deshalb die Stückzahlen und möglichst mehrere geeignete Zeiträume.
Achte außerdem darauf, welche Retouren erfasst sind. Fehlen Rücksendegründe oder kommen Daten aus einem Kanal verspätet, kann ein Vergleich verzerrt sein. Dokumentiere die Definition und kontrolliere dieselben Datenquellen auch im nächsten Bericht.
Die Zahlen im Zusammenhang sehen.
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Retouren nach Artikel und Grund untersuchen

